Künstler

Astrid Leutwyler, Violine

Künstlerische Leitung

wurde 1984 in Zürich geboren. Ihre musikalische Ausbildung genoss sie bei Hanna Weinmeister an der Musikhochschule in Bern. Den Master of Music Pedagogy erlangte sie bei Prof. Andreas Janke an der Zürcher Hochschule der Künste und das Solistendiplom bei Prof. Judith Ingolfsson an der Musikhochschule in Stuttgart. Prägende Anregungen gewann Astrid Leutwyler bei David Takeno und Rachel Podger (Barockvioline) an der Guildhall School of Music and Drama in London und bei Giuliano Carmignola an der Accademia Chigiana Siena.

Sie ist Gewinnerin des begehrten „Küsnachter Kulturpreises 2009“ , ist Preisträgerin des ORPHEUS Swiss Chamber Music Competition und des Internationalen Wettbewerbs für „Verfemte Musik“ Schwerin.

Als Kammermusikerin konzertierte sie im In- und Ausland, u.a. in der Tonhalle Zürich, im KKL Luzern, Marianischen Saal Luzern, im Kulturcasino Bern, in St. Martin-in-the Fields in London. Astrid Leutwyler gastierte an bedeutenden Festivals wie dem Lucerne Festival, den Salzburger Festspielen, der Settimane Musicale in Siena, dem Bolzano Festival Bozen den Max Reger Tagen in Weiden, dem Festival Aigues-Vives en Musiques in Südfrankreich. Weitere Konzertreisen führten Sie nach Paris, Madrid, Prag, Leipzig um einige zu nennen.

Live-Konzertaufnahmen wurden beim Südwestdeutschen Rundfunk, Bayrischen Rundfunk und beim Schweizer Radio DRS gemacht. Als Geigerin trat Astrid Leutwyler in Amos Gitaï’s Kinofilm „Lullaby to my Father“ auf.

Von 2007-2011 wirkte sie als stellvertretende Konzertmeisterin und Stimmführerin im Gustav Mahler Jugendorchester mit. Im Jahr 2011 war Sie mehrmals als 1. Konzertmeisterin bei den Bamberger Symphonikern engagiert. 2009 bis 2014 war Astrid Leutwyler erste Geigerin im Orchestra Mozart Bologna unter der Leitung von Claudio Abbado. Für die Spielzeit 2014/2015 wurde Sie als stellv. Stimmführerin nach Düsseldorf berufen und spielte bei den Düsseldorfer Symphonikern und der Deutschen Oper am Rhein.

Sie spielt als Substitut im Münchner Kammerorchester, im Stuttgarter Kammerorchester, im Mahler Chamber Orchestra, im Lucerne Festival Orchestra und als feste Aushilfe im Zürcher Kammerorchester und als 1. Geigerin im Tonhalle Orchester Zürich und im BR Rundfunkorchester München.

www.astridleutwyler.com

Sonja Leutwyler, Mezzosopran

Künstlerische Leitung

wurde in Zürich geboren. Sie studierte Viola und Gesang an der Zürcher Hochschule der Künste und an der Hochschule für Musik und Theater in München u.a bei Maria Cavazza, Christian Gerhaher und Helmut Deutsch. Vier Jahre war sie als Solistin am Staatstheater am Gärtnerplatz München engagiert und sang die grossen Partien ihres Fachs.

Weitere Engagements führten sie ans Markgräfliche Opernhaus Bayreuth, ans Prinzregententheater München, ans Cuvilliés- Theater München, sowie ans Teatro Comunale di Bologna .

Als Konzertsolistin trat Sonja Leutwyler mit namhaften Orchestern wie z. B. den Bamberger Symphonikern, dem Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von Ulf Schirmer, dem Zürcher- und dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Radio Sinfonieorchester Stuttgart des SWR unter der Leitung von Helmut Rilling und dem Radio Symphonieorchester Wien unter Cornelius Meister auf und sang an bedeutenden Festivals wie dem Richard Strauss Festival Garmisch-Partenkirchen, an den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, am Beethovenfest Bonn, am Musikfest Stuttgart, am Davos Festival, an den St.Martin-in-the-Fields concert series, an den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, in der Tonhalle Zürich und im Wiener Konzerthaus. Die Mezzosopranistin konzertiert regelmässig mit dem Ernst Krenek Ensemble (Musiker der Wiener Philharmoniker) und ist Stipendiatin des Richard Wagner Verbandes.

Kürzlich sang sie am Rheingau Musik Festival unter der Leitung von Andrés Orozco- Estrada und am Teatro Comunale di Bologna unter Roberto Abbado.

Projekte der Saison 2016/ 2017 beinhalten u.a. Johannes-Passion mit dem Arctic Philharmonic Orchestra in Tromsø, einen Soloabend mit der Camerata Zürich in der Tonhalle Zürich, eine Italienreise mit dem Mozarteumorchester Salzburg, C.P.E. Bachs Magnificat mit dem Zürcher Kammerorchester unter der Leitung von Diego Fasolis, sowie erneute Gastspiele am Teatro Comunale di Bologna.

www.sonjaleutwyler.com

Maurice Steger, Blockflöte

Als "Paganini der Blockflöte" (NZZ) und "The ­world’s leading recorder player" (The Independent) wird er gepriesen – Maurice Steger gehört heute zu den faszinierendsten Blockflötisten, Dirigenten und Musikpädagogen auf dem Gebiet der Alten Musik. In diesen Funktionen begeistert er sein Publikum in verschiedenen Konzertformaten auf der ganzen Welt.

Maurice Steger ist ein ungemein charismatischer Musiker, spontan, mitreißend und voller Energie. Dem "Hexenmeister der Blockflöte" (The Times) gelang es dank seiner lebendigen Art, seiner intensiven Tongebung, und einer staunenswerten Technik, die Blockflöte in ihren faszinierenden Formen als Instrument neu zu positionieren. Der ECHO ­Klassik 2015, den er als "Instrumentalist des Jahres" erhält, bestätigt seinen Erfolg.

In seinen Konzerten nimmt Maurice Steger die Zuhörer auf eine fesselnde musikalische Reise mit, bei der es in jedem Stück etwas zu entdecken gilt. ­Regelmäßig kann man ihn – sei es als Solist, ­Dirigent oder in Doppelfunktion – mit den tonangebenden Originalklangensembles wie der Akademie für Alte Musik Berlin, Venice Baroque Orchestra, The ­English Concert, La Cetra, Lautten Compagney oder I Barocchisti, als auch den führenden ­modernen Orchestern wie dem Zürcher Kammerorchester, den Klangkörper des hr und NDR, dem ­Münchener Kammerorchester, den Berliner Barock Solisten (Berliner Philharmoniker), den Violons du Roy aus Kanada, dem Kammerorchester Basel und der NDR Radiophilharmonie erleben.

Einen bemerkenswerten Stellenwert im reichhaltigen Spektrum von Maurice Stegers künstlerischer Tätigkeit hat die Kammermusik.

Mit befreundeten Musikern wie Hille Perl, Marco Postinghel, Xenia Löffler, Naoki Kitaya, Mauro Valli, Sebastian Wienand oder Fiorenza de Donatis ­widmet er sich immer wieder einem neuen ­Repertoire aus vergangenen Zeiten. Außerdem tritt er mit Künstlerkollegen wie Cecilia Bartoli, Andreas Scholl, Nuria Rial, Bernard ­Labadie, Sandrine Piau, Diego Fasolis oder Sol ­Gabetta auf. Neben der Alten Musik setzt er sich auch mit neuen Konzertformen und zeitgenössischen Kompositionen auseinander.

Asien- und Australien-Tourneen führten ihn u.a. mit dem Australian Brandenburg Orchestra oder dem Malaysia Philharmonic Orchestra zusammen. Als erster westlicher Flötist konzertierte er mit dem traditionellen Taipei Chinese Orchestra. Zudem tritt er regelmäßig in Nord- und Südamerika auf.

Besonders wichtig ist ihm auch sein musikpädagogisches Engagement: Um die Kleinsten zu ­einem spielerischen Einstieg in die klassische ­Musik einzuladen, konzipierte er die Figur des "Tino ­Flautino" und spielte in dieser Rolle hunderte von Kinderkonzerten. Als neueste Musikmärchen entwarf er "Pinocchio und der Flötenspieler" und "Le Fou de ­Flûtes". Außerdem leitet Maurice Steger jedes Jahr verschiedene Workshops für Jugendliche und Meisterklassen und übernahm 2013 die Leitung der Gstaad Baroque Academy.

Zahlreiche preisgekrönte, thematisch höchst ­fantasievoll konzipierte CD-Einspielungen bei ­harmonia mundi, wie beispielsweise "Mr. Corelli in London", "Una Follia di Napoli", "Vivaldi: ­Concerti per flauto", "Telemann: Blockflötenwerke" mit The English ­Concert, I Barocchisti und der Akademie für Alte Musik Berlin, belegen seit Jahren den singulären Rang dieses Künstlers.

Das aktuelle Musikprojekt "Souvenirs d'Italie" ­(harmonia mundi) mit spannenden Neuentdeckungen aus dem Neapel des frühen 18. Jahrhunderts erntete bereits viele der international bedeutendsten Schallplattenpreise.

Julia Jentsch, Schauspielerin

Julia Jentsch wurde 1978 in Berlin geboren und besuchte nach dem Abitur die renommierte Schauspielschule Ernst Busch. Ihre Theaterkarriere startete sie an den Münchner Kammerspielen, wo sie von 2001 – 2006 festes Ensemblemitglied war. Ihren Durchbruch als Filmschauspielerin hatte sie 2004 in Hans Weingartners Kinofilm Die fetten Jahre sind vorbei.

2005 war Julia Jentsch als Sophie Scholl im gleichnamigen Kinofilm von Marc Rothemund zu sehen. Für diese Rolle erhielt sie den Silbernen Bären, den Deutschen Filmpreis und wurde als Beste Europäische Filmschauspielerin ausgezeichnet. Außerdem war sie mit Sophie Scholl – Die letzten Tage als bester nicht englischsprachiger Film für den Oscar 2006 nominiert. Seitdem ist Julia Jentsch nicht nur national, sondern auch international gefragt. In den letzten Jahren arbeitete sie u.a. mit Hermine Huntgeburth (Effie Briest) Margarethe von Trotta (Hannah Arendt) und Antonin Svoboda (The Strange Case of Wilhelm Reich) zusammen. Im Kino war sie zuletzt u.a. in DIE HABENICHTSE (Florian Hofmeister) und im viel beachteten Drama 24 WOCHEN (Anne Zohra Berrached) in der weiblichen Hauptrolle zu sehen, der auf der Berlinale 2017 seine Weltpremiere feierte. Mit Hans-Christian Schmid drehte sie die vielfach ausgezeichnete ARD-TV-Miniserie „Das Verschwinden“ für die sie 2018 mit dem Deutschen Fernsehpreis sowie dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. In Kürze wird Julia Jentsch in dem Kinofilm FRAU MUTTERTIER (Felicitas Darschin) sowie in der 1. Staffel der Sky Serie „Der Pass“ (Cyrill Boss und Philipp Stennert) in der sie gemeinsam mit Nicolas Ofczarek vor der Kamera stand, zu sehen sein.

Daniel Rohr, Schauspieler

ist 1960 in Zürich geboren. Nach seiner Ausbildung zum Schauspieler und Regisseur an der Hochschule Mozarteum Salzburg arbeitete Daniel Rohr zunächst am Theater Bonn, bevor er lange Jahre am Theater an der Ruhr in Mühlheim und am Deutschen Theater in Göttingen als Schauspieler tätig war. In diese Zeit fällt auch die Gründung des Göttinger Innenhof-Theater-Festivals, das er bis heute leitet.

1999 kam er zurück in die Schweiz an das Theater Neumarkt Zürich und übernahm 2004 die Leitung des Theaters Rigiblick, die er bis heute innehat. Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler, Theaterleiter und Regisseur kann Daniel Rohr auf eine beachtliche Filmkarriere zurückblicken. Er spielte unter anderem in den Filmen von Sabine Boss „Ernstfall in Havanna“, von Christoph Staub „Sternenberg“, von Fredi M. Murer „Vitus“ und von Michael Steiner „Grounding“. In der TV-Serie „Die Schweizer“ war er 2013 in der Rolle von Hans Waldmann zu sehen. Als Theaterschauspieler in „ZAPPA!“ „The lamb lies down on Broadway“ nach Peter Gabriel, „In einer Sternennacht am Hafen“, „Azzurro“, „Faust“, „To the Dark Side of the Moon“, „Miles oder die Pendeluhr von Montreux“, „Münchhausens Enkel“ und „Der Lachs der Weisheit“; Erzähler und Sänger in verschiedenen Tributes an Rock-Grössen. Regie führte er bei „Loriot. Der Theaterabend“, „Monty Python Songs und andere Verbrechen“, „Babettes Fest“, „Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)“ sowie „Ds Lied vo de Bahnhöf – Hommage an Mani Matter“.

Krešimir Stražanac, Bassbariton

Krešimir Stražanac, Baßbariton, wurde 1983 in Kroatien geboren. Er studierte bei Prof. Dunja Vejzović (Gesang) und Prof. Cornelis Witthoefft (Liedgestaltung) an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart sowie privat bei Prof. Jane Thorner Mengedoht und Hanns-Friedrich Kunz. Nach dem Studium wurde er zum festen Ensemblemitglied des Opernhauses Zürich wo er unter anderem als Baron Tusenbach ("Drei Schwestern"), Ping („Turandot“), Harlekin („Ariadne auf Naxos“) and Don Fernando („Fidelio“) unter der Leitung von Nello Santi, Peter Schneider, Franz Welser-Möst, Bernard Haitink, Placido Domingo und vielen anderen Dirigenten zu sehen war.

In 2017 debutierte er an der Bayerischen Staatsoper in der Neuproduktion von Giordanos "Andrea Chénier" mit der Partie des Pietro Fléville die er auch in der Saison 2018/2019 an der Bayerischen Staatsoper singen wird.

Er ist Gewinner des internationalen Cantilena-Wettbewerbs in Bayreuth (Oper/Operette), des internationalen La Voce-Wettbewerbs des Bayerischen Rundfunks (Kunstlied) sowie des 1. internationalen Hugo-Wolf-Wettbewerbs im Geburtshaus Hugo Wolfs (Slovenj Gradec, Slowenien). Weitere Preise bei dem Paula-Salomon-Lindberg Wettbewerb Berlin (Kunstlied) und dem Opernwettbewerb des Nationaltheaters Zagreb.

In der Saison 2015/2016 debutierte er mit dem Bayerischen Rundfunk und Concerto Köln (Arien und Pilatus in Bachs Johannes-Passion), dem Collegium 1704 (Haendels "Messiah"), mit dem WDR-Sinfonieorchester (Bachs Kantaten BWV 43, 140, 127, 11 und 92 und Weihnachtsoratorium unter der Leitung von Reinhard Goebel und Helmuth Rilling). Weitere Debuts mit dem Tokyo Symphony Orchestra (Schoenbergs "Survivor from Warsaw" und Brahms' "Requiem" unter der Leitung von Jonathan Nott), La Orquesta Sinfónica del Principado de Asturias (Brahms, Requiem), Singapore Symphony Orchestra (Die Schöpfung), der Staatskapelle Halle (Franz Schmidt, Das Buch mit sieben Siegeln und Gabriel Faurés Requiem), den Bamberger Symphonikern (Schuberts As-Dur Messe), dem Staatsorchester Stuttgart (Johannes-Passion unter der Leitung von Manfred Honeck), der Gächinger Kantorei und der Akademie für alte Musik Berlin (Beethovens Missa Solemnis, Bachs Magnificat sowie Johannes- und Matthäus-Passion unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann).

In der Saison 2016/2017 debutierte er mit dem Collegium Vocale Gent / Orchestre du Champs-Elysées unter der Leitung von Philippe Herreweghe (Vier ernste Gesänge op. 121 und Requiem von J. Brahms), dem Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks (Schumanns "Paradies und die Peri"), den Barocchisten und Radiotelevisione Svizzera (Telemanns Kantaten unter der Leitung von Diego Fasolis), dem Gürzenich Orchester Köln (Brahms' Requiem), dem Royal Flemish Orkest (Beethovens 9. Symphonie), dem Tonhalle Orchester Zürich (Schuberts Es-Dur Messe) und mit dem Münchner Rundfunkorchester (in einem F. Mendelssohn / S.S.Wesley Programm). Im März 2017 debutierte er mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Oslo Filharmoniske Orkester unter der Leitung von Herbert Blomstedt sowie dem Gewandhausorchester unter der Leitung von Gotthold Schwarz (Bachs Johannes-Passion in der Thomaskirche in Leipzig).

Geplant sind die Debuts mit der Staatskapelle Dresden (Johannes-Passion), dem Orchester der Klangverwaltung unter Enoch zu Guttenberg (Haydns "Schöpfung"), der Orquestra Sinfónica do Porto Casa da Música (Mozarts "Requiem"), und dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam (Bachs h-moll Messe).

Besonders gerne widmet sich Krešimir Stražanac dem Kunstlied-Repertoire. So sang er zahlreiche Liederabende/ Rezitals in der Bayreuther Stadthalle, im Grand Théâtre de Dijon, im Zagreber HGZ und Vatroslav Lisinski Saal, beim Dubrovnik Sommerfestival, der Slowenischen Philharmonie in Ljubljana, in Lienz, dem Klagenfurter Konzerthaus, Périgueux (Frankreich), Stuttgart, in Venedig und mehrere Male in Japan.

Auf CD/Blu-Ray/DVD ist er in der Decca Produktion von Bizets Carmen (Morales), BBC Opus Arte Produktion von Beethovens „Fidelio“ (Don Fernando) und der Quattro Live Produktion von Wagners „Meistersinger von Nürnberg“ (Konrad Nachtigall) zu hören sowie der CD-Aufnahme Bachs Johannes-Passion mit dem Bayerischen Rundfunk/Concerto Köln unter der Leitung von Peter Dijkstra. Im Oktober 2016 erschien die DVD/Blu-Ray Aufnahme Bachscher Johannes-Passion (halbinszeniert) aus der Nürnberger St. Lorenz Kirche in der Sammlung unter dem Namen Soli Deo Gloria (BR-KLASSIK 900514). Neuerschienen sind auch Mendelssohns "Psalmen" (mit dem Münchner Rundfunkorchester, auch bei BR-KLASSIK, BR900519) sowie die DVD Aufnahme von Bachs Matthäus-Passion mit der Gaechinger Cantorey (ACCENTUS AC20408). In der laufenden Saison sind noch 3 CD-Aufnahmen geplant: Händels "Messiah" mit dem Collegium 1704 (Dirigat Vaclav Luks), die Johannes-Passion (als Christus, Dirigat Philippe Herreweghe) und das "Requiem" von Johannes Brahms (Chorwerk Ruhr, Dirigat Florian Helgath).

Dmitri Demiashkin, Klavier

Dmitri Demiashkin wurde 1982 im russischen Saransk geboren. Seine Ausbildung zum Pianisten begann er im Alter von siebenJahren in der historischen Stadt Kazan. Ab 1991 setzte er sein Studium an der Zentralen Musikschule des TschaikowskiKonservatoriums in Moskau fort. Mit einem Stipendium der Stiftung Lyra des Zürcher Privatbankiers Dr. H. Vontobel zog Dmitri Demiashkin 1999 in die Schweiz, um sein Studium in Winterthur und Zürich bei Professor Konstantin Scherbakov und Professor Homero Francesch fortzusetzen. Während seiner Studienzeit war er Assistenzprofessor an der Zürcher Hochschuleder Künste. Heute ist Dmitri Demiashkin Dozent am Musikkonservatorium Zürich.

Erste internationale Erfolge feierte Dmitri Demiashkin 1993 als Elfjähriger in Tschechien. Damals hatte der überaus talentierte Schüler bereits mit Orchestern gespielt und renommierte Wettbewerbe gewonnen. Sein Spiel begeisterte die Jurymitgliede rund manch überraschte Kritiker; er gewann in ganz Europa und Nordamerika Preise und gab Konzerte in über fünfzehn Länder nauf der gesamten Nordhalbkugel. Diese Auftritte wurden in zahlreichen Ländern in Radio und Fernsehen übertragen.

Im Alter von 15 Jahren nahm Demiashkin zum ersten Mal an den Margess International Meisterkursen in der Schweiz teil. Seither luden ihn die Organisatoren zwei weitere Male ein und boten ihm ein volles Stipendium an. Damit begann eine vielversprechende musikalische Beziehung zur Schweiz. In seiner Zürcher Studienzeit erwarb Demiashkin nicht nur ein Konzertdiplom mit Auszeichnung, sondern auch das Solistendiplom.

Darüber hinaus lernte er in zahlreichen Meisterkursen in Deutschland und Frankreich von bedeutenden Vertretern der Russischen Schule; unter anderem von Lev Naumov, Alexey Lyubimov, Vladimir Viardo, Eliso Virsaladze und Dmitri Bashkirov. Der renommierte Pianist Vladimir Viardo zeigte sich äusserst beeindruckt von Demiashkins seltener musikalischer Begabung, der Eleganz und Feinfühligkeit seines Spiels und seiner brillanten Technik. Auch Maestro Vladimir Fedoseyev, unter dessen Leitung Demiashkin mit dem grossen Tschaikowsi Symphonie Orchester spielt, lädt ihn regelmässig für Auftritte nach Moskau ein.

Dmitri Demiashkin ist eine zurückhaltende Persönlichkeit und prahlt nicht mit seinen bemerkenswerten Erfolgen. Dennoch blieb das aussergewöhnliche Talent des jungen Pianisten auch den Musikkritikern englischer und amerikanischer Zeitschriften nicht verborgen – einige verglichen die Subtilität seines Spiels und seinen kristallinen Klang mit jenem Gilels, andere lobten die bemerkenswerte Reife und Individualität seiner Interpretation.

Dmitri Demiashkin gastierte unter anderem an internationalen Festivals in Russland, Weissrussland, Tschechien, Deutschland, Türkei, Polen, Israel, Italien, Frankreich, USA, Portugal, Schweden, Holland, Spanien, Japan und der Schweiz.

Als Solist trat er auf mit renommierten Orchestern wie dem Tonhalle-Orchester Zürich, Beethoven Orchester Bonn, Orchestre Philharmonique de Liège, Prager Symphoniker, Sankt Peterburger Philharmoniker, Tschaikowsky Symphonie Orchester Moskau, San Diego Symphonie-Orchester und vielen anderen Orchestern in Russland, Italien, Deutschland und der Schweiz.

Benjamin Engeli, Klavier

zählt zu den vielseitigsten Pianisten der jungen Generation. Er musiziert in Konzertsälen wie dem Concertgebouw Amsterdam, der Wigmore Hall London, der Hamer Hall Melbourne, dem Teatro Municipal Rio de Janeiro, dem Oriental Arts Center Shanghai, dem Vancouver Playhouse oder dem Konzerthaus Wien. Als Solist konzertiert er mit Orchestern wie dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Tschaikowsky-Sinfonieorchester Moskau oder dem Tonhalle Orchester Zürich.

Neben seiner solistischen Tätigkeit widmet er sich mit Begeisterung der Kammermusik: als Mitglied des Tecchler Trios gewann er 2007 den ARD-Musikwettbewerb in München, inzwischen führt er mit dem Gershwin Piano Quartet, dem Zurich Ensemble und verschiedenen anderen Formationen eine weltweite Konzerttätigkeit. Seit 2009 ist er als Dozent für Kammermusik an der Hochschule für Musik in Basel tätig, und seit 2013 leitet er eine Klavierklasse am Landeskonservatorium Vorarlberg in Feldkirch.

Benjamin Engeli stammt aus einer Musikerfamilie und begann schon früh, sich für die verschiedensten Instrumente zu begeistern. Er studierte zuerst Horn, konzentrierte sich aber bald auf sein Hauptinstrument Klavier und wurde dabei zu einem grossen Teil von Adrian Oetiker an der Musikakademie Basel ausgebildet. Weitere Studien folgten bei Homero Francesch, Lazar Berman, Maurizio Pollini und Andràs Schiff.

www.benjaminengeli.com

Rafael Rütti, Klavier

ist in Unterägeri aufgewachsen und lebt heute in Elgg. Er studierte Klavier an der Musikhochschule Zürich bei Hans Schicker (Lehrdiplom) und Homero Francesch (Konzert- und Solistendiplom). Rafael Rütti ist Preisträger diverser Stiftungen (Landolt, Kiwanis, Förderbeitrag des Kt. Zug, Friedl-Wald, Bertie-Alter).

Neben seiner regen Konzerttätigkeit als Kammermusiker in verschiedensten Besetzungen tritt er auch als Solist auf (Solokonzerte mit dem Aargauer Sinfonieorchester, Musikkollegium Winterthur, Orchester der ZHdK Zürich, Jugend Sinfonieorchester Zürich, Neumünster Orchester Zürich). Diverse Radio- und CD-Aufnahmen.

Neben dem klassisch-romantischen Repertoire interessiert sich Rafael Rütti sehr für die zeitgenössische Musik. So hat er an der Lucerne Festival Academy unter der Leitung von Pierre Boulez teilgenommen und hat Werke diverser Komponisten uraufgeführt. Zudem ist Rafael Rütti festes Mitglied des Ensembles „Theater am Gleis Winterthur“ und des Trios „Werktag“, die sich beide der Neuen Musik verschrieben haben.

An Cembalo und Portativ pflegt er auch das Repertoire von Mittelalter bis Barock. Rafael Rütti unterrichtet Klavier an Musikschule Konservatorium Zürich.

www.rafael-ruetti.com

Sebastian Wienand, Cembalo

Sebastian Wienand (*1984) lebt in Basel und konzertiert auf meist historischen Tasteninstrumenten weltweit als Solist, Kammermusikpartner sowie Continuocembalist mit Gruppen und Musikern wie dem Freiburger Barockorchester, der Akademie für Alte Musik Berlin, Les musiciens du Louvre, Millenium Orchestra, Maurice Steger, Gottfried von der Goltz, Rebeka Rusó und anderen.

Noch Jahre vor seinem Cembalo-, Fortepiano- und Generalbassstudium an der Schola Cantorum in Basel gründete er das Ensemble l’Ornamento, mit dem er seit seiner Jugend die Welt der barocken Kammermusik bereist und entdeckt. Diese besonders intensive Arbeit wurde belohnt durch Erfolge wie den Ersten Preis und Publikumspreis bei Musica Antiqua Brügge oder den Publikumspreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, bei denen das Ensemble seither beinahe alljährlich gastiert.

Als musikalischer Assistent des belgischen Dirigenten René Jacobs hat er seit nun beinahe einer Dekade regelmäßig erheblichen Anteil an der Einstudierung und Aufführung von dessen weltweit gefeierten Opernproduktionen, seien sie konzertant oder szenisch an Häusern wie dem Theater an der Wien oder La Monnaie in Brüssel. Darüber hinaus musiziert er regelmäßig unter Dirigenten wie Pablo Heras-Casado und Leonardo García Alarcón, mit dessen Millenium Orchestra er dieses Jahr ein Klavierkonzert von Mozart auf CD aufnehmen wird.

Von seinem wichtigsten Partner – dem Freiburger Barockorchester – wurde er bereits mehrfach eingeladen, wie etwa 2010 mit einem Mozart-Klavierkonzert auf dem Arts Festival in Hongkong, oder 2014 mit Beethovens Chorfantasie in der Philharmonie Berlin anlässlich des Jubiläums des Mauerfalls. Ein weiterer Höhepunkt seiner solistischen Laufbahn war ein von Andreas Staier moderiertes Konzert mit Klavierwerken von Haydn im Rahmen der Schwetzinger Festspiele 2013, zu denen er im Sommer 2016 wieder eingeladen wurde, um in Doppelleitung mit Katharina Heutjer (Violine) an einem Abend alle sechs Brandenburgische Konzerte von Bach mit La Cetra Basel aufzuführen.

Es sind einige CDs mit ihm als Solist und Kammermusikpartner erschienen, unter anderem Cembalokonzerte der Bach-Familie mit dem Brandenburgischen Staatsorchester unter Howard Griffiths und Bachs fünftes Brandenburgisches Konzert mit dem Freiburger Barockorchester. Sebastian Wienand ist bzw. war Stipendiat des Deutschen Musikrats, der Deutschen Stiftung Musikleben, der Credit Suisse Young Artist Series, der Mozart-Stiftung Dortmund sowie der Kunststiftung Baden-Württemberg.

Helmut Wiegiehser alias Leandro Bellini, Klavier und Zauberei

Der Pianist Helmut Wiegiehser wurde in seiner Heimatstadt Zürich geboren und ist österreichischer Abstammung. Den ersten Klavierunterricht genoss er mit acht Jahren. Nach Eintritt in die Musikhochschule Zürich begann er sein Studium bei Hans Schicker, bei dem er nach dem Lehrdiplom mit der Konzertreife abschloss.

Sein Studium setzte er am Conservatoire Genf bei Harry Datyner in der Classe supérieur fort, anschliessend bildete er sich in der Meisterklasse von Mario Feninger in Los Angeles weiter. Er ist Preisträger mehrerer Klavier-Wettbewerbe und als Solist und Kammermusiker tätig. Seine Konzerttätigkeit führte ihn nach Österreich, Deutschland und die USA. Helmut Wiegiehser unterrichtet seit vielen Jahren an Musikschule Konservatorium Zürich. Als Kommissionsmitglied der Begabtenförderung ist er mitbestimmend an deren Entwicklung, und im Klavierunterricht an der Förderung junger Talente beteiligt. Kinder und Jugendliche für Musik zu begeistern ist ihm ein grosses Anliegen. Er entwickelt Konzertprogramme für Kinder zur lebendigen Einführung in die Welt der Musik, die seit Jahren erfolgreich in mehreren Kantonen der Schweiz aufgeführt werden.

Hans-Peter Fehr, Erzähler

ist in Zürich aufgewachsen. Neben seiner beruflichen Tätigkeit im Ingenieur- und Planungsbereich interessierte er sich seit Jahrzehnten für gestalterische und kulturelle Themen aller Art. So pflegt er seit seinen jungen Jahren das Singen in einem Konzertchor, das dann vor 20 Jahren durch regelmässiges Theaterspielen in der Kulisse Küsnacht ergänzt wurde. Er ist Mitglied in der Kulturkommission Küsnacht und engagiert sich gerne für verschiedene Projekte, so auch für die Kulturnacht 2017 in Küsnacht.

Renata Blum, Erzählerin

Renata Blum absolvierte ihre Ausbildung zur Balletttänzerin an der Ballettschule für das Opernhaus Zürich und am Staatlichen Ballettinstitut in Budapest und war als Tänzerin an Theatern in Deutschland und Österreich engagiert. Am Opernhaus Zürich wirkte sie während mehreren Jahren beim Mitspieltheater „opera viva“ für Kinder als Tänzerin, Schauspielerin und Beraterin mit. An der Ballettschule für das Opernhaus unterrichtet sie erwachsene Laien. Sie ist diplomierte Kunst- und Ausdruckstherapeutin (Master of Arts Therapy).

In der Saison 2011/12 erarbeitete sie für das Zürcher Kammerorchester das künstlerische Konzept für die neue Konzertreihe der Krabbel- und Purzelkonzerte und ist dort nach wie vor als Erzählerin tätig. Sie verfasst die Mundartversionen ihrer jeweiligen Buchvorlagen und ist massgebend auch an der Musikauswahl beteiligt. Für das Lycée Français inszenierte sie unter der musikalischen Leitung von Darren Hargan mit mehreren Schulklassen die Oper „L’Enfant et les sortilèges“ (M. Ravel) und „Brundibár“ (H. Krása). „Brundibár“ wurde an zwei Abenden im Zentrum Karl der Grosse in Zürich aufgeführt. Seit vielen Jahren arbeitet sie am Opernhaus Zürich im Internationalen Opernstudio, wo sie u.a. als Bewegungscoach die jungen Sänger unterrichtet und mit ihnen Inszenierungen für diverse Opernkonzertabende (Gastspielkonzerte und Konzerte am Opernhaus Zürich) erarbeitet.